Partner im Tierschutz
Unser Anspruch

In der Reha-Station finden im Durchschnitt 25 bis 30 ältere oder kranke Pferde sowie andere Equiden eine artgerechte Unterbringung und umfassende medizinische Betreuung. Behandelt werden unter anderem Arthrose, Sehnenverletzungen, Entzündungen und Wunden, aber auch Erkrankungen wie Sarkoide, Hufkrebs, CPL und Melanome.
Die Tiere leben in grosszügigen Stallungen mit ganzjährigem Zugang zu Weiden und Paddocks. Bewegung und der Kontakt zu Artgenossen sind wichtige Bestandteile des Heilungsprozesses.
Neben der körperlichen Genesung hat auch das seelische Wohl der Pferde höchste Priorität. Das Team der Reha-Station nimmt sich viel Zeit für eine individuelle Betreuung – liebevoll bezeichnet als „Tender Loving Care“. Gemeint ist eine Pflege, die geprägt ist von Zuwendung, Geduld und einem herzlichen Umgang mit den Tieren. Denn Heilung entsteht aus dem Zusammenspiel von Psyche, medizinischer Behandlung, Futter und Bewegung.

Parasitologie
Unser Ziel ist die Diagnostik-basierte Entwurmung von Equiden im Rahmen eines Parasiten-Managements, das den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Wir sind in Kooperation mit dem Institut für Parasitologie der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich, woraus sich sehr günstige Synergien ergeben und wodurch gewährleistet ist, dass das Parasiten-Management jederzeit von aktuellen Entwicklungen profitiert. Alle Tiere, welche bei der Sandgrueb-Stiftung leben, aber auch diejenige in unseren Aussenstellen, profitieren von diesen Leistungen.
Heuanalyse
Wir untersuchen die Qualität von Heu und Futterstroh. Heuproben werden zur Analyse an Partnerlabore geschickt. Wir bestimmen die botanische Zusammensetzung im Heu. Zusätzlich bewerten wir Heu mit einer Sinnenprüfung – einer einfachen, praxisnahen Methode, bei der Geruch, Farbe, Struktur und mögliche Verunreinigungen beurteilt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung auf Ergotalkaloide in Heu, Gräserproben und Grassamen. Gräsersamen aus Mischungen werden dazu vorher artenrein sortiert. Die Analysen werden von Partnerlaboren mithilfe modernster Analysetechniken durchgeführt.


Kompost
Zu den Verfahren für eine nachhaltige Pferdehaltung gehört die Kompostierung von Pferdemist, ein Prozess, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auch beim Kompost begleiten wir den Reifeprozess und messen wichtige Qualitätsparameter wie verschiedene Stickstoffverbindungen. Dieser wird auf einigen Standorten durchgeführt. Damit wollen wir unsere Graslandmanagement verbessern und den Kreislauf schliessen. Wir arbeiten mit Experten und Forschungseinrichtungen zusammen, um diesen Prozess voranzutreiben.

Pferdehaltung & Behandlungen
Eine artgerechte Pferdehaltung bedeutet heute deutlich mehr als noch vor zehn Jahren. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die Gesundheit und Wohlbefinden der Pferde fördern. Der Stellenwert des Pferdes hat sich verändert: vom Nutztier hin zum Heimtier und Begleiter. Damit verbunden ist eine höhere Lebenserwartung – und damit auch der Bedarf an intensiverer Pflege sowie an angepassten Haltungsbedingungen. Unser Ansatz ist eine ganzheitliche Analyse der gesamten Haltungssituation, die bis zur Betreuung chronisch erkrankter oder palliativ versorgter Pferde reicht. Dabei liegt der Fokus stets auf Optimierung und der Einhaltung höchster Tierschutzstandards
Grasland-ökosystemE
Die artgerechte Haltung von Pferden ist ein zentrales Prinzip des Tierschutzes. Dabei bildet Grasland die Grundlage einer gesunden Pferdehaltung. Unser Ziel ist es, die Entwicklung nachhaltiger Graslandökosysteme zu unterstützen und so aktiv zur Gesundheit der Pferde beizutragen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Optimierung der Futtergrundlage – etwa durch hochwertige Heuqualität und ein nachhaltiges Weidemanagement. Dies fördert nicht nur die Gesundheit der Pferde, sondern trägt auch zur Sicherung von Biodiversität und Artenvielfalt bei.

